Montag, 9. Februar 2009
100prozentige Erfolgsgarantien
skydiva, 09:28h
Ein unvermeidlicher Bestandteil von Gesprächen (Hoch-)Schwangerer mit Müttern (insbesonderer noch sehr kleiner Kinder) sind diejenigen über "die unbedingt notwendige Features der Kinderaufzucht" und über "die" richtige Art mit den Herausforderungen derselben umzugehen. Dabei lassen sich zwei Arten unterscheiden: Das eine sind die wirklich hilfreichen Gespräche, die anderen möchte ich mal als "missionarisch" bezeichnen.
Während die ersten Gespräche oftmals eingeleitet oder abgeschlossen werden von dem Hinweis, dass dies oder jenes "halt bei meinem Kind" gut funktioniert hat, sind die anderen Gespräche geprägt von einer Überzeugung, die jedem Vertriebler die Tränen der Begeisterung in die Augen treiben können: Durchdrungen von den eigenen Erfahrungen weiß frau genau, welche Dinge in welcher Marke kind braucht und wie das mit dem Stillen immer funktioniert und wie man es hundertprozentig schafft, dass das Kleine durchschläft oder...
In den Monologen sind daher auch maximal huldvolle Nachfragen, aber keinesfalls Zweifel oder gar Widerspruch erlaubt. Denn wie kann Schwangere es auch besser wissen als diejenige, die genau das schon mal er- und durchlebt hat? Punkt, Satz und Sieg. Ende der Diskussion! Geh Einkaufen und mach es richtig. Ich will Erfolge sehen, wenn Dein Kind auf der Welt ist - und sie mir als Orden ans Rever heften. Over and out.
Der geneigte Leser hat bereits gemerkt: Die Gespräche der zweiten Art können gehörig auf die Nerven gehen - mir zumindest. Was ist die Motivation hinter diesem Missionieren? Im besten Falle die feste Überzeugung, die andere nur so vor folgenschweren Fehlern und Fehlinvestitionen bewahren zu können. Oft habe ich aber auch den Eindruck, dass es mehr darum geht, vor einem geneigten und hoffentlich dankbaren Publikum ausführlich über die eigenen Erfahrungen zu berichten und einerseits Mitleid für die Fehlgriffe der Vergangenheit und andererseits Bewunderung für die eigenen Fähigkeiten zu finden. Auf jeden Fall bleibt der Eindruck zurück, es geht mehr um den Sender als um den Empfänger.
Ich sage an dieser Stelle mal aus ganzem Herzen danke an meine vielen sehr entspannten und sehr coolen Freundinnen, deren Tipps mir wirklich wichtig sind. Und falls Ihr in Zukunft bemerken solltet, dass ich beginne, andere zu missionieren: Haut mir kräftig eine runter - ich habe es dann mehr als verdient!
Während die ersten Gespräche oftmals eingeleitet oder abgeschlossen werden von dem Hinweis, dass dies oder jenes "halt bei meinem Kind" gut funktioniert hat, sind die anderen Gespräche geprägt von einer Überzeugung, die jedem Vertriebler die Tränen der Begeisterung in die Augen treiben können: Durchdrungen von den eigenen Erfahrungen weiß frau genau, welche Dinge in welcher Marke kind braucht und wie das mit dem Stillen immer funktioniert und wie man es hundertprozentig schafft, dass das Kleine durchschläft oder...
In den Monologen sind daher auch maximal huldvolle Nachfragen, aber keinesfalls Zweifel oder gar Widerspruch erlaubt. Denn wie kann Schwangere es auch besser wissen als diejenige, die genau das schon mal er- und durchlebt hat? Punkt, Satz und Sieg. Ende der Diskussion! Geh Einkaufen und mach es richtig. Ich will Erfolge sehen, wenn Dein Kind auf der Welt ist - und sie mir als Orden ans Rever heften. Over and out.
Der geneigte Leser hat bereits gemerkt: Die Gespräche der zweiten Art können gehörig auf die Nerven gehen - mir zumindest. Was ist die Motivation hinter diesem Missionieren? Im besten Falle die feste Überzeugung, die andere nur so vor folgenschweren Fehlern und Fehlinvestitionen bewahren zu können. Oft habe ich aber auch den Eindruck, dass es mehr darum geht, vor einem geneigten und hoffentlich dankbaren Publikum ausführlich über die eigenen Erfahrungen zu berichten und einerseits Mitleid für die Fehlgriffe der Vergangenheit und andererseits Bewunderung für die eigenen Fähigkeiten zu finden. Auf jeden Fall bleibt der Eindruck zurück, es geht mehr um den Sender als um den Empfänger.
Ich sage an dieser Stelle mal aus ganzem Herzen danke an meine vielen sehr entspannten und sehr coolen Freundinnen, deren Tipps mir wirklich wichtig sind. Und falls Ihr in Zukunft bemerken solltet, dass ich beginne, andere zu missionieren: Haut mir kräftig eine runter - ich habe es dann mehr als verdient!
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