Montag, 16. Februar 2009
Halbzeit
So, heute ist Halbzeit vom Mutterschutz. Drei Wochen sind vorbei, noch drei Wochen bis zum Tag der Tage (rein rechnerisch natürlich). Zeit für ein Zwischenfazit.

Nicht mehr Arbeiten: Was soll ich Euch, die Ihr mehrheitlich entweder gerade im Büro sitzt oder dies nach einem langen Tag in einem solchen lest, sagen? Ich habe mich schnell an den Zustand gewöhnt :-) Aber auf Dauer bin ich wohl nicht für ein Leben daheim geboren. Woraus ich das schließe? Ganz einfach: der eigentlich obligatorische Putzflash ist bisher ausgeblieben!

Der gerechte Ausgleich: So langsam wird es anstrengend. Nicht schlimm, aber manchmal beim Aufstehen fühle ich mich wie eine alte Frau mit Kreuzschmerzen, Muskelschwund und Osteoporose, begleitet von einem Muskelkater. Würde gerne mal sehen, wie es so aussieht, wenn ich mich nach längerem Liegen vom Sofa hochwuchte oder morgens aus dem Bett - aber wer mich kennt, kennt auch meine Aversion gegen Kameras jeglicher Art. Es wird also keine Beweismittel geben. Keine Chance!

Die Vorbereitungen: Eigentlich kann er kommen. Nach den diversen Besuchen bei Babyausstattern jeglicher Art (von Baby Walz bis zur Baby-Abteilung von Zara) ist bis auf Kleinigkeiten jetzt eigentlich alles da. Großartig aber auch, dass wir über ein halbes Jahr nach dem Einzug auch ein paar Dinge in der Wohnung in Angriff genommen haben. Das ist die egoistische Form des Nestbautriebs - finde ich irgendwie auch gut ;-)

Geht jetzt, nachdem das Meiste erledigt ist, die Zeit des Wartens los? Bin mal gespannt, wann ich anfange, diesen Zustand zu verfluchen. Vermutlich spätestens dann, wenn der Kleine nicht halbwegs pünktlich ist - schließlich mag ich keine Unpünktlichkeit ;-) Bis dahin kümmere ich mich jetzt mal weiter ums Genießen der zweiten Halbzeit - insbesondere der Ruhe :-)

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Montag, 9. Februar 2009
100prozentige Erfolgsgarantien
Ein unvermeidlicher Bestandteil von Gesprächen (Hoch-)Schwangerer mit Müttern (insbesonderer noch sehr kleiner Kinder) sind diejenigen über "die unbedingt notwendige Features der Kinderaufzucht" und über "die" richtige Art mit den Herausforderungen derselben umzugehen. Dabei lassen sich zwei Arten unterscheiden: Das eine sind die wirklich hilfreichen Gespräche, die anderen möchte ich mal als "missionarisch" bezeichnen.

Während die ersten Gespräche oftmals eingeleitet oder abgeschlossen werden von dem Hinweis, dass dies oder jenes "halt bei meinem Kind" gut funktioniert hat, sind die anderen Gespräche geprägt von einer Überzeugung, die jedem Vertriebler die Tränen der Begeisterung in die Augen treiben können: Durchdrungen von den eigenen Erfahrungen weiß frau genau, welche Dinge in welcher Marke kind braucht und wie das mit dem Stillen immer funktioniert und wie man es hundertprozentig schafft, dass das Kleine durchschläft oder...

In den Monologen sind daher auch maximal huldvolle Nachfragen, aber keinesfalls Zweifel oder gar Widerspruch erlaubt. Denn wie kann Schwangere es auch besser wissen als diejenige, die genau das schon mal er- und durchlebt hat? Punkt, Satz und Sieg. Ende der Diskussion! Geh Einkaufen und mach es richtig. Ich will Erfolge sehen, wenn Dein Kind auf der Welt ist - und sie mir als Orden ans Rever heften. Over and out.

Der geneigte Leser hat bereits gemerkt: Die Gespräche der zweiten Art können gehörig auf die Nerven gehen - mir zumindest. Was ist die Motivation hinter diesem Missionieren? Im besten Falle die feste Überzeugung, die andere nur so vor folgenschweren Fehlern und Fehlinvestitionen bewahren zu können. Oft habe ich aber auch den Eindruck, dass es mehr darum geht, vor einem geneigten und hoffentlich dankbaren Publikum ausführlich über die eigenen Erfahrungen zu berichten und einerseits Mitleid für die Fehlgriffe der Vergangenheit und andererseits Bewunderung für die eigenen Fähigkeiten zu finden. Auf jeden Fall bleibt der Eindruck zurück, es geht mehr um den Sender als um den Empfänger.

Ich sage an dieser Stelle mal aus ganzem Herzen danke an meine vielen sehr entspannten und sehr coolen Freundinnen, deren Tipps mir wirklich wichtig sind. Und falls Ihr in Zukunft bemerken solltet, dass ich beginne, andere zu missionieren: Haut mir kräftig eine runter - ich habe es dann mehr als verdient!

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Freitag, 6. Februar 2009
Erstausstattung
Je näher der Termin rückt, desto stärker rückt nicht nur die mentale Vorbereitung in der Vordergrund, sondern auch die ganz praktische: die Erstausstattung.

Der erste Schritt: Google. Die Suche nach "Erstausstattung" bringt 261.000 Treffer, die nach "Erstausstattung" und "Baby" immer noch 31.100 Treffer. Und alle behaupten, die eigene Liste sei die einzig wahre. Also gut, wir werden es ja spätestens im Praxistest sehen. Ein paar Listen (von anscheinend seriösen Seiten) ausdrucken und dann den gesunden Menschenverstand entscheiden lassen. Was dann noch fehlt, muss eben post-natal gekauft werden. Kind wird es überleben, denke ich mir.

Der zweite Schritt: sichten, was schon da ist. Dank einer sehr guten Freundin mit Erfahrung (= Kindern) steht schon eine große Kiste mit Kleidung parat. Alles mal auspacken, kurzer Anflug von Verwirrung (Panik?)ob der vielen Variationen von Stramplern (mit Bein, ohne Bein, mit Arm, ohne Arm und mit scheinbar unendlich vielen Druckknopfanordnungen). Beruhigt nach Anruf bei Freundin. Alles wird gut. Wichtigster Tipp: Alles erst mal mit dem eigenen Waschmittel waschen. Erledigt.

Dann der eigentlich nicht nötige dritte Schritt: ein Besuch in der H&M-Babyabteilung. Ein paaaar eigene Teile hat der Kleine doch verdient, denke ich mir - und ernte Gelächter des Kindsvaters am Abend, als er die Tüte sieht.

Vorletzte Etappe: das Babyregal im für unseren Großeinkauf zuständigen großen Supermarkt. Bisher immer ignoriert, stehe ich nun staunend vor geschätzten zehn laufenden Metern Windeln. Danach noch ein verwirrter Blick auf die unendlichen Möglichkeiten der Babypflege (Öl, Lotion, Badezusatz, Puder...). Glücklich ignoriere ich immerhin Fläschchen und Babynahrung.

Jetzt fehlt nur noch ein bisschen Hardware. Kinderwagen ist schon da, Stubenwagen und Kinderbett "im Anflug". Den Rest kriege ich in den nächsten Tagen auch noch hin. Chacka!

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